In der neuen Serien-Adaption von „Kap der Angst“ bei Apple TV gerät das Leben eines verheirateten Anwaltspaares in akute Gefahr. Nach seiner Entlassung aus der Haft schwört der verurteilte Mörder Max Cady bittere Rache an all jenen, die er für seine unschuldige Inhaftierung verantwortlich macht. Wie die Miniserie „Kap der Angst“ ist, erfahrt ihr hier.
Rache ist süß
Das scheinbar idyllische Leben der verheirateten Anwälte Anna Bowden (Amy Adams) und Tom (Patrick Wilson) sowie ihrer Kinder Natalie (Lily Collias) und Zack (Joe Anders) in Savannah wird jäh gestört. Grund dafür ist die Nachricht über die Freilassung des vor 17 Jahren verurteilten Mörders Max Cady (Javier Bardem).
Da Cady aufgrund neuer Beweise freigesprochen und aus der Haft entlassen wurde, verfällt insbesondere Anna in Panik und Paranoia. Sie war damals seine Strafverteidigerin, während ihr jetziger Ehemann als Staatsanwalt an dem Verfahren mitwirkte. Nun wächst ihre Angst, dass ihr ehemaliger Mandant sie für seine 17-jährige Haftzeit verantwortlich macht und Vergeltung sucht. Während Cadys bedrohliche Nähe die Familie Bowden zunehmend belastet, häufen sich unheimliche und verstörende Vorfälle.

Rache ist der Horror
Als Serienadaption von John D. MacDonalds Roman „The Executioners“ (1957) führt „Kap der Angst“ (Originaltitel: Cape Fear) die Tradition der bekannten Verfilmungen von 1962 („Ein Köder für die Bestie“) und 1991 („Kap der Angst“) fort. Für die Entwicklung dieser Horror-Thriller-Serie zeichnet Nick Antosca verantwortlich, während Steven Spielberg gemeinsam mit Martin Scorsese, dem Regisseur des Spielfilm-Remakes von 1991, als Produzent mitwirkte.
Ich weiß das es diese Vorlagen gibt, habe das Buch und die Filme nicht gelesen bzw. angeschaut. So bin ich blind in die Serie gegangen. Ich kannte aber grob die Story von dem Buch und den Filmen. Auch wenn wir von Anfang an wissen, dass Cady dahintersteckt, sät die Serie in manchen Situationen Zweifel, ob alles von ihm ausgeht. So wissen wir, dass eine Frau (Juliette Lewis) Max Cady verfolgt. Was auch interessant ist, ist, dass es niemanden im Cast gibt, der sympathisch ist. Die Seiten der Rollen werden nur klar, da Cady am unsympathischsten ist.
„Kap der Angst“ ist mehr ein Psycho-Thriller als ein Horror-Thriller, da es sehr wenig körperliche gewalt gibt, außer die selbst zugefügte. Ich muss sagen, die Kinder müssen am meisten einstecken und das ist schon hart. Javier Bardem spielt eine grandiose Rolle. Er kommt sehr nett rüber, aber man weiß das er gefährlich ist und man könnte denken, dass er auch seine Frau umgebracht hat. Dann würde aber die Rache keinen Sinn machen. Zum Ende hin verstehen wir auch, warum Max Cady so geworden ist und warum er Rache nehmen will. Ich finde die Serie sehr gut und werde mir den Film von Martin Scorsese ansehen, um zu schauen, wie man die Geschichte in zwei Stunden erzählen kann. Ich habe schon mehrfach gehört, dass viele nicht wissen, wie man die Handlung in zehn Folgen erzählen soll, aber ich finde, sie haben es gut geschafft.