Blonde Frau mit kurzen welligen Haaren und blutigen Kratzern im Gesicht und am Hals blickt intensiv über die Schulter in einem düster beleuchteten Raum.

Lucky: Einmal Glück haben – Staffel 1 – Review

In der Dramaserie Lucky aus dem Hause Apple TV schlüpft Anya Taylor-Joy in die Rolle einer Trickbetrügerin, die sich nach einem fehlgeschlagenen Raubüberfall auf der Flucht vor ruchlosen Gangstern und dem FBI befindet, während sie einen Ausweg aus ihrer scheinbar unlösbaren Situation sucht. Wie die erste Staffel von „Lucky“ ist, erfahrt ihr hier.

Einmal Glück haben

Dank ihres unverwüstlichen Durchhaltevermögens und ihres sprichwörtlichen Glücks gelingt es Lucky (Anya Taylor-Joy) immer wieder, selbst aussichtslosen Lagen zu entkommen. Dieses Talent setzt die geborene Kriminelle mit Vorliebe für ihre Machenschaften ein. Gemeinsam mit ihrem Partner hat sie gerade den Coup ihres Lebens gelandet und Beute in Millionenhöhe gemacht. Doch der Traum vom unbeschwerten Leben platzschlagartig: Ein katastrophaler Wendepunkt reißt ihr alles weg – auf einen Schlag steht sie ohne Partner und Familie völlig isoliert da.

Auf der Flucht vor den Ermittlungen des FBI gerät sie zeitgleich ins Visier eines eiskalten Gangsterbosses. Während Lucky um ihr Überleben und ihre Freiheit kämpft, holt sie die eigene Familiengeschichte rund um ihren Vater sowie ihre Mutter, die sie einst als Säugling im Stich ließ, wieder ein. Zugleich zwingen sie die Schatten der Vergangenheit jenes Mannes zum Handeln, dem sie einst blind vertraut hatte.

Blonde Frau mit kurzen welligen Haaren in schwarzer Lederjacke steht vor einem Spiegel und blickt auf ihr Spiegelbild, während im Vordergrund die unscharfe Silhouette einer Person mit grauem Haar zu sehen ist; kühle blaue Beleuchtung erzeugt eine angespannte Atmosphäre.
© Apple TV

Die Zeit danach

Die von Jonathan Tropper und Cassie Pappas als Showrunner-Duo entwickelte Dramaserie Lucky beruht auf der gleichnamigen Romanvorlage von Marissa Stapley. An der Produktion der Serienadaption wirkt unter anderem Reese Witherspoon mit ihrer Medienfirma Hello Sunshine mit.

Durch das Marketing könnte man denken, dass es eine Heistserie ist, ist sie aber nicht. Sie ist eher wie „Reservoir Dogs“. Man sieht die Zeit danach. Lucky ist nicht nur auf der Flucht vor dem FBI, sondern auch vor den Leuten, denen das Geld gehört. Und darum geht es, da Lucky ist auf der Flucht und muss es schaffen, da lebend raus zukommen. Man merkt schnell, dass Lucky sehr gut darin ist, aus solchen Situationen rauszukommen. Das zeigt uns die Serie auch, dass sie von klein auf von ihrem Vater dazu gebracht wurde. Das switcht ab einem Punkt in der Serie, wo sie einfach da raus möchte.

Sie hat halt keinen Menschen in ihrem Leben, der sie liebt oder mag. Es geht mehr um Lucky als um den Diebstahl. Ich persönlich hätte die anderen Perspektiven nicht gebraucht, da Luckys Sicht so interessant ist. Es gibt sehr gute Actionszene und werden gezielt eingesetzt. Man kann sagen, wer „Beschütze Sie“ mochte, wird auch „Lucky“ gut finden, ist mehr Action aber vergleichbar. Ich stehe jetzt aber zwischen den Stühlen. Einerseits finde ich es ein gutes Ende, andererseits würde ich gerne erfahren, wie es mit ihr weitergeht. Aber wir werden sehen, ob es weitergeht oder nicht. Wenn es eine Idee gibt, dann bin ich da offen.

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