Obwohl David Koepp primär als Drehbuchautor bekannt ist, gab er 2019 mit „Cold Storage“ sein Debüt als Romanautor. Interessanterweise verfasste er für die 2026 erschienene Filmadaption ebenfalls das Skript. Gibt es dadurch, dass der Autor derselbe von beiden Versionen überhaupt unterschiede? Was die Unterschiede zwischen dem Buch und dem Film „Cold Storage“ sind, erfahrt ihr hier.
Ein Pilz im Lagerhaus
In einer turbulenten Nachtschicht werden Teacake und Naomi, zwei junge Angestellte eines auf einem ehemaligen US-Militärstützpunkt gelegenen Selfstorage-Unternehmens, mit einer existenziellen Gefahr konfrontiert. Ein parasitärer, hochgradig ansteckender Pilz bricht aus der untersten, einst von der Regierung versiegelten Ebene aus. Begünstigt durch steigende Temperaturen im Untergrund, verbreitet sich der schnell mutierende Mikroorganismus und übt eine grauenhafte Kontrolle über die Gehirne und Körper von Menschen sowie anderen Lebewesen aus. Zur Abwendung des drohenden Aussterbens der Menschheit schließen sich Teacake und Naomi mit einem erfahrenen, pensionierten Bioterror-Agenten zusammen, um die Ausbreitung der Bedrohung zu stoppen.

Von der Sci-Fi-Satire zum B-Movie-Klamauk
Obwohl der bekannte Drehbuchautor David Koepp die filmische Umsetzung seines Debütromans von 2019 persönlich verantwortete, weist die Verfilmung („Cold Storage“, 2026) im Vergleich zur Vorlage deutliche Abweichungen in Erzählstil, Fokus auf die Charaktere und Tonalität auf.
Tonalität und Genre
Der Roman besticht als temporeicher, fundierter Science-Fiction-Thriller, der trotz schwarzen Humors die Bedrohung durch den „Cordyceps novus“-Pilz als ernstes Spannungselement nutzt. Die Filmadaption hingegen bewegt sich verstärkt in Richtung Action-Spektakel und Horrorkomödie. Rezensenten bezeichnen den Film oft als „pures Popcorn-Kino“, das auf comichafte Gewalt und eine bewusst überzeichnete Inszenierung setzt.
Charakterliche Anpassungen
- Roberto Diaz / Quinn (Liam Neeson): Wie im Buch bleibt er ein fast 70-jähriger Fachmann mit massiven Rückenbeschwerden.
- Travis „Teacake“ Meacham (Joe Keery): Der tollpatschige Ex-Häftling der Vorlage wird durch Keery zu einer eher charmant-verpeilten Figur, wobei sein Stalker-Hintergrund im Film entfällt.
- Naomi Williams (Georgina Campbell): Sie ist eine junge Mutter, die Probleme mit dem Vater ihres Kindes hat. Im Buch erfährt man mehr über die Beziehung zwischen ihnen.
- Trini Romano (Lesley Manville): Während sie im Buch vornehmlich in Rückblenden auftritt, nimmt sie in der Verfilmung einen wesentlich größeren Raum ein.
Hintergrund zum Buch und zur Adaption
Spannenderweise konzipierte David Koepp „Cold Storage“ laut Interviewaussagen zunächst als reinen Entwurf für die Leinwand, bevor er die Geschichte als Roman realisierte. Für die Filmversion von 2026 unterzog er das Material einer massiven Straffung. Während die literarische Vorlage weitreichendere globale Gefahren auslotet, fokussiert sich das Drehbuch konsequent auf ein intensives, klaustrophobisches Kammerspiel innerhalb einer turbulenten Nacht im Lagerhaus.