Ein Mann mit lockigem dunklem Haar, dunklen Handschuhen und zerfleddertem Hemd schneidet mit einem chirurgischen Instrument in das Bein einer Person, deren Fuß auf einem Eisblock ruht. Die Szene spielt in einem dunklen, alten Raum.

Frankenstein: Ein Monster, das nicht allein sein will – Kritik

Guillermo del Toros lang erwartete Netflix-Verfilmung von “Frankenstein” wurde nach Jahrzehnten der Planung endlich realisiert. Die Besetzung umfasst Oscar Isaac als Dr. Victor Frankenstein, Jacob Elordi als Monster und Mia Goth in einer Doppelrolle. Das Besondere an dieser Version ist, dass sie auch die Perspektive des Monsters beleuchtet. Wie der Film “Frankenstein” ist, erfahrt ihr hier.

Eine Geschichte, zwei Perspektiven

Die Arktisexpedition unter der Leitung von Captain Anderson (Lars Mikkelsen) steckt in der unwirtlichen Wildnis des Nordpols fest. Plötzlich stoßen sie auf einen schwerverletzten Mann: Dr. Victor Frankenstein (Oscar Isaac). Ihm dicht auf den Fersen ist ein monströses, menschenähnliches Wesen (Jacob Elordi), das sich nach einem gemeinsamen Kampf von Frankenstein und Andersons Mannschaft vorerst zurückziehen muss. 

Frankenstein nutzt diese unerwartete Atempause, um dem Captain die tragische Geschichte zu erzählen: Der Tod seiner Mutter (Mia Goth) bei der Geburt seines Bruders William (Felix Kammerer) hat ihn zutiefst erschüttert und dazu gebracht, dem Tod den Kampf anzusagen. Fortan widmete er sich der Erschaffung künstlichen Lebens, ermöglicht durch seinen wohlhabenden Gönner Harlander (Christoph Waltz). Doch das Ergebnis geriet außer Kontrolle und trachtet Frankenstein nun nach dem Leben.

Glatzköpfiger, muskulöser Mann mit heller, tätowierter Haut hockt im Wald und hält einen moosbedeckten Schädel.
FRANKENSTEIN. Jacob Elordi as The Creature in Frankenstein. Cr. Ken Woroner/Netflix © 2025.

Ein Monster, das nicht allein sein will

Diese Geschichte kennt jeder, nicht immer die Originale, aber eine Version von “Frankenstein”. In letzter Zeit und in naher Zukunft wird diese Geschichte neu interpretiert. Mit “Frankenstein” hat Guillermo del Toro seine Vision verwirklicht, die er schon seit Jahrzehnten umsetzen wollte. Das hat er jetzt mit Netflix zusammen geschafft. So hat er “Frankenstein” neu interpretiert. 

Ich kenne die Geschichte von Mary Shelley nicht, deswegen weiß ich nicht, wie getreu er die Geschichte adaptiert. Aber was ich weiß in der Vorlage ist das Monster nicht unsterblich, das ist ein großer Unterschied und bringt eine andere Tonalität in die Geschichte. Denn das Monster möchte sterblich sein und ist eigentlich nicht böse. Aber erst einmal zum Anfang des Films. Wir sehen das Leben von Victor Frankenstein, was das Schwächste an dem Film ist. Es bringt für die Geschichte keinen Mehrwert. Ja, wir sehen, warum ihn der Tod interessiert. Aber man spürt nicht, dass er darin fanatisch darin ist. Als er es geschafft hat, interessiert er sich nicht für sein Monster, da es für ihn zu dumm ist. Aber das Monster muss noch lernen, was wir später im Film sehen.

Und dann wird es interessant, das Monster schafft es zu fliehen, bevor Frankenstein ihn töten kann, lebt im Verborgenen und lernt das Sprechen. Er lernt schnell, dass alle um ihn sterben, er aber nicht. So will er, dass Victor Frankenstein ihm eine Gefährtin erschafft, damit er nicht alleine ist. Dieses Thema hätte den Film komplett füllen können. Alleine, dass er unsterblich ist, ist ein interessantes Thema. Victor Frankenstein hat mich nicht interessiert. Trotzdem ist “Frankenstein” ein sehr guter Film und man merkt, dass Guillermo del Toro diese Geschichte liebt. Er hat schwach angefangen und ist immer stärker geworden. Ich bin auch ein Fan von allen Arbeiten von Del Toro, die er für Netflix umgesetzt hat und bin gespannt auf die nächsten. 

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