In der vierten Staffel von „From“ hält die Suche der unfreiwillig in der Kleinstadt gefangenen Bewohner nach einem Heimweg unvermindert an. Zu den nächtlichen Kreaturen, die die Gegend unsicher machen, gesellt sich nun jedoch eine zusätzliche Bedrohung. Wie die vierte Staffel von „From“ ist, erfahrt ihr hier.
Ein Weg nach Hause?
In der vierten Staffel der Serie „From“ sehen sich die Bewohner der mysteriösen Kleinstadt gezwungen, immer extremere Risiken einzugehen, um die Geheimnisse ihres Gefängnisses zu lüften. Der gewaltsame Tod von Jim Matthews durch den finsteren Mann im gelben Anzug hinterlässt eine tiefe Erschütterung bei dessen Familie und Freunden. Neben der Bewältigung dieses Traumas steht die Gruppe vor der Herausforderung, die Identität des mysteriösen Fremden sowie dessen unheimliche Verbindung zu den Monstern der Stadt zu entschlüsseln, um einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage zu finden.
Tabitha (Catalina Sandino Moreno) und Jade (David Alpay) sind derweil mit der schockierenden Enthüllung konfrontiert, dass sie diesen Ort bereits in früheren Leben bewohnten und damals an der Rettung der Kinder scheiterten. Die Entschlüsselung ihrer Verstrickung in diesen unheilvollen Kreislauf könnte jedoch die lang ersehnte Lösung sein, um dem Rätsel der Stadt endlich zu entkommen. Parallel dazu gerät Boyd Stevens (Harold Perrineau) an seine Grenzen: Während er mit dem schwindenden Zusammenhalt der Gemeinschaft kämpft, setzen ihm neue Ankömmlinge sowie sein eigener körperlicher und mentaler Verfall massiv zu.

Der Mann im gelben Anzug
Was war das für eine Staffel? Wir konnten zwar einige Geheimnisse lüften, wurden aber gleichzeitig mit völlig neuen Rätseln konfrontiert. Insgesamt dienten die Ereignisse deutlich als Vorbereitung auf das bereits bestätigte Serienfinale in der fünften Staffel. Im Zentrum der Ungewissheit steht dabei der Mann im gelben Anzug: Seine Identität und seine eigentlichen Absichten bleiben im Dunkeln. Es ist völlig unklar, ob er die Fäden in dieser Welt zieht oder lediglich eine weitere Bedrohung darstellt.
Auch die Handlungsstränge um Tabitha und Jade werfen tiefe Fragen auf. Logisch betrachtet muss dieser Ort bereits seit Jahrhunderten existieren, doch das „Warum“ bleibt das größte Rätsel. Wir wissen weder, aus welchem Grund die Menschen dort landen, noch, warum ihnen die Flucht verwehrt bleibt. Es scheint fast so, als besäße der Ort ein Eigenleben, das sich aktiv gegen jeden echten Fluchtversuch zur Wehr setzt. Abgesehen von wenigen Zu- und Abgängen verharrt die Situation ansonsten in einem beklemmenden Status quo.
Ein Wermutstropfen bleibt die Konzentration auf einen sehr kleinen Kern von Charakteren; die Statisten fungieren meist nur als Kulisse, um die Präsenz anderer Bewohner zu simulieren. Dennoch ist deutlich spürbar, dass die Serienschöpfer einem klaren Masterplan folgen. Ich blicke voller Erwartung auf das Finale und hoffe auf einen würdigen Abschluss. Wer bisher gezögert hat, sollte spätestens jetzt einschalten, denn die Serie ist qualitativ herausragend und steuert auf ein wohl überlegtes Ende zu.