In der Apple TV Thriller-Comedy-Serie „Maximum Pleasure Guaranteed“ übernimmt Tatiana Maslany die Hauptrolle der frisch geschiedenen Mutter Paula Sanders, die in einen Strudel aus Mord und Erpressung gerät. Wie die erste Staffel von „Maximum Pleasure Guaranteed“ ist erfahrt ihr hier.
Zwischen Betrug und Sorgerecht
Für die Journalistin Paula Sanders (Tatiana Maslany) gehört extremer Stress zum Alltag. Beruflich ist der Druck allgegenwärtig, und auch privat jagt eine Krise die nächste: Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann Karl (Jake Johnson) kämpft dieser verbissen um das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Hazel (Nola Wallace). Einen seltenen Moment der Entspannung findet Paula in den digitalen Verabredungen mit dem attraktiven Camboy Trevor (Brandon Flynn), für dessen Dienste sie gerne zahlt. Doch die vermeintlich sichere Flucht aus der Realität nimmt ein jähes Ende, als ein Videotelefonat in einer brutalen Gewalttat gipfelt.
Paula muss hilflos mitansehen, wie Trevor während einer ihrer Sitzungen in seiner eigenen Wohnung überfallen und verschleppt wird. Als sie den Vorfall sofort meldet, äußert Detective Sofia Gonzalez (Dolly De Leon) jedoch Skepsis: Handelt es sich womöglich nur um eine perfide Erpressermasche, um Paula finanziell auszunutzen? Doch kurz darauf bricht ein gnadenloser Telefonterror über sie herein, der ihr geordnetes Dasein vollends zertrümmert. Dies markiert jedoch erst den Auftakt einer mörderischen Kettenreaktion, die Paula unaufhaltsam in ein Netz aus finsteren Verschwörungen zieht.

Eine gute Thrillerserie?
Dass Tatiana Maslany eine herausragende Schauspielerin ist, hat sie bereits in „Orphan Black“ eindrucksvoll bewiesen. Sie war für mich auch der Hauptgrund, überhaupt bei „Maximum Pleasure Guaranteed“ einzuschalten, da mich die Story anfangs nicht ganz überzeugen konnte. Aus diesem Grund habe ich abgewartet, bis alle Folgen veröffentlicht wurden. Für eine so unkomplizierte Serie war das die richtige Entscheidung, da man sie bei einer wöchentlichen Ausstrahlung leicht aus den Augen verlieren kann. Das liegt jedoch nicht an mangelnder Spannung oder Langeweile, sondern schlicht daran, dass den Episoden die Cliffhanger am Ende fehlen.
Die Serie versucht zwar, eine lockere und leichte Tonalität zu wahren, spart jedoch nicht an dramatischen Härten – selbst wenn diese letztlich kaum spürbare Konsequenzen haben, wie ein Mord, der scheinbar niemanden wirklich interessiert. Im weiteren Verlauf wird allerdings deutlich, dass hinter den Kulissen weit größere Verstrickungen lauern, in die Paula eher zufällig hineingeraten ist. Obwohl Paula keine perfekte Hauptfigur verkörpert, bleibt sie dennoch eine gelungene Besetzung und ist – abgesehen von Rudy (Charlie Hall) – der sympathischste Charakter der Serie. Das größte Potenzial für die Zukunft liegt nun in der Frage, wie es weitergeht, da Paula in einen weiteren Todesfall verwickelt ist, der bald ans Licht kommen dürfte.
Besonders spannend wird auch die künftige Entwicklung des Teams bestehend aus Paula, Rudy und Geri (Kiarra Hamagami Goldberg). Alles in allem hat mir „Maximum Pleasure Guaranteed“ sehr zugesagt, wobei ich auf den Krimiplot sogar hätte verzichten können. Da das Fundament der Figuren absolut funktioniert, hätte die Erzählung ebenso als reines Familiendrama getragen. Ohne das Krimi-Element wäre die Nähe zu „Only Margo“ allerdings wohl zu deutlich ausgefallen. Wer Produktionen schätzt, in denen eine alltägliche Person unversehens in ein Verbrechen schlittert, kann mit „Maximum Pleasure Guaranteed“ absolut nichts falsch machen.