Vor kurzem ist die Apple-Serie „Kap der Angst“ veröffentlicht worden. Diese basiert dem Roman „The Executioners“ (1957) von John D. MacDonald und dem Film „Kap der Angst“ von Martin Scorsese. Worum es hier jetzt geht. In Martin Scorseses „Kap der Angst“ macht Max Cady dem Anwalt Sam Bowden und seiner Familie das Leben zur Hölle. Wie der Film „Kap der Angst“ ist, erfahrt ihr hier.
Rache für Gerechtigkeit?
Nach einer 14-jährigen Freiheitsstrafe kommt der frühere Sexualstraftäter Max Cady (Robert De Niro) wieder auf freien Fuß. Für seine lange Haftzeit macht er den damaligen Staatsanwalt Sam Bowden (Nick Nolte) verantwortlich, dessen Leben er fortan in eine Hölle verwandeln will. Dem hinterlistigen Psychoterror des Wahnsinnigen gänzlich schutzlos ausgeliefert, ergreift Sam schließlich gemeinsam mit seiner Frau Leigh (Jessica Lange) und Tochter Danielle (Juliette Lewis) die Flucht vom Festland. Doch bald müssen sie schmerzhaft erkennen, dass es vor ihm kein Entrinnen gibt.

Ein guter Film?
Die Vorlage für „Kap der Angst“ ist John D. MacDonalds Roman „The Executioners“ (1957). Nachdem Wunschregisseur Steven Spielberg ablehnte, übernahm Martin Scorsese erst nach einjährigem Zögern die Regie. Auch das Casting war schwierig: Harrison Ford und Robert Redford lehnten die Rolle des Sam Bowdy ab, bevor Nick Nolte sie übernahm. Die Rolle von Juliette Lewis sollte ursprünglich an Jennifer Connelly oder Winona Ryder gehen.
Nach der Serienadaption „Kap der Angst“ bei Apple habe ich mich entschieden auch den Film aus 1991 zu schauen, um zu erfahren, wie man die Geschichte in einem Film erzählen kann. Und was kann ich sagen, kann man. Nur die Story ist inhaltlich eine andere, wie auch das Buch. So ist Sam Bowden im Buch ein Soldatenkollege von Max Cady und im Film war er Cadys Anwalt, der Beweise unterschlagen hat, dass Cadys Schuld in Zweifel gezogen hätte.
Also wissen wir von Anfang an, dass er schuldig ist, aber durfte sein Anwalt das tun, was er tat? Was der Film aber sehr gut zeigt, wie weit Max Cady gehen kann, ohne dass die Behörden eingreifen können. Was mir nicht so gefallen hat, ist die Figur Max Cady. Sie ist sehr plump geschrieben und ich kaufe ihm die Gerissenheit nicht ab. Da ist Max Cady in der Serie viel besser. Auch war mir Sam Bowden überhaupt nicht sympathisch und die Mutter und Tochter tun mir einfach nur leid. Der Film ist trotzdem sehr gut und irgendwie muss man die Geschichte auch in einem zwei Stunden Film bekommen. Was der Film und auch die Serie geschafft haben, ist es, dass ich das Buch mal lesen möchte.