Ein Mann in olivefarbener Jacke und grauer Mütze kniet im Schnee vor einem brennenden Flugzeugwrack. Dahinter kahle Bäume und blauer Himmel.

Remnick: Eiskalte Kriminelle – Review

Ein Gefangenentransportflugzeug stürzt über Alaska ab und mehrere Gefangene sind auf der Flucht. Das ist die Handlung der neuen Apple TV-Serie „Remnick“, die vergangene Woche ihr Finale feierte. Wie die erste Staffel von „Remnick“ ist, erfahrt ihr hier.

Eiskalte Kriminelle

„Remnick“ handelt von U.S. Marshal Frank Remnick (Jason Clarke), einem Einzelgänger, der die unwirtliche, felsige Wildnis Alaskas patrouilliert. Seine Zuständigkeit wird auf eine harte Probe gestellt, als mitten in dieser abgelegenen Region ein Gefangenentransportflugzeug abstürzt. Zahlreiche gewalttätige Häftlinge sind auf der Flucht. Remnick setzt alles daran, die Sicherheit der Stadt zu verteidigen, für die er zuständig ist. Schnell hegt er den Verdacht, dass das Unglück kein Zufall war. Er glaubt, der Absturz sei der Auftakt zu einem komplexen, weitreichenden Plan mit potenziell verheerenden Auswirkungen.

Mann in dunkler Jacke mit "US Marshal"-Patch und junge Frau in grauem Wintermantel stehen im Schnee vor einem Pickup.
© Apple TV

Mehr als man denkt

Schon die Beschreibung der Serie hat mich interessiert und dann kommt sie noch von Jon Bokenkamp, dem Showrunner von „The Blacklist“. Im Original heißt die Serie „The Last Frontier“ und hierzulande „Remnick“, was zu Beginn der Serie Sinn macht, aber Frank Remnick ist nicht die alleinige Hauptrolle. Es gibt noch Sidney Scofield (Haley Bennett) und Havlock (Dominic Cooper). Die sind eigentlich die Story, dass Frank da involviert ist, ist reiner Zufall.

Aber jetzt zur Serie. Nur der Handlungsstrang mit dem Gefangenentransportflugzeug hätte gereicht, um eine gute Serie zu haben, aber dann kommt noch ein Handlungsstrang mit der CIA mit rein. Alaska ist auch ein gutes Setting, weil die Gefangenen nicht gut fliehen können. Es ist gut in Szene gesetzt, es ist kalt und leer. Man muss sagen, dass einem die Einheimischen richtig leid tun, da jeder in Gefahr ist. Es sind ja keine Kleinkriminellen. Ab der Hälfte sind alle gefangen, es geht nur noch um Havlock. Er wird so dargestellt, dass ihm die Leben seiner Unterstützer wichtig ist, aber für viele Tote verantwortlich ist. 

Was sehr interessant ist, ist die Vergangenheit von Frank Remnick. Seine Tochter ist gestorben und deswegen ist er wieder in Alaska. Sein Geheimnis, was er damit zu tun hat, wird aufgedeckt. Leider hat die Serie nicht viele Höhepunkte und zum Ende hin, wo alles aufgedeckt wird, war nicht so spannend wie der Anfang. „Remnick“ geht richtig actionreich rein und verliert immer mehr an Fahrt. Doch ist sie nicht schlecht, sie ist einfach solide.

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