Fünf bewaffnete Männer in Outdoor- und Tarnkleidung stehen bereit in einem flachen Gebirgsfluss, umgeben von grünen Bergen.

Traqués: Vom Jäger zum gejagten – Review

Apple TV startet die neue Thrillerserie „Traqués“, die bereits vor ihrer Veröffentlichung für Diskussionen sorgte. Der Grund dafür ist nicht die eigentliche Handlung, sondern die Tatsache, dass die Serie angeblich auf einer bestimmten Vorlage basiert, diese jedoch nicht genannt wurde. Es geht um eine Freundesgruppe, auf der Jagd gemacht wird. Wie die Miniserie „Traqués“ ist, erfahrt ihr hier. 

Der Jagdausflug

Was als gewöhnlicher Jagdausflug für Franck (Benoît Magimel) und seine Freunde begann, nimmt eine unerwartete Wendung, als sie grundlos von einer anderen Jägergruppe attackiert werden. Die Situation eskaliert, und Francks Gruppe muss zum Gegenangriff übergehen. Sie entkommen nur mit knapper Not und wollen das traumatische Wochenende hinter sich lassen. Doch Franck wird das Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Sind die feindlichen Jäger zurückgekehrt, um sich zu rächen?

Ein Mann mit Bart und eine lächelnde Frau sitzen nebeneinander in einem Publikum und unterhalten sich während einer Veranstaltung.
© Apple TV

Vom Jäger zum gejagten

Von der Serie „Traqués“ haben viele bestimmt durch die Plagiatsvorwürfe mitbekommen. Die Handlung der Serie soll dem Roman Shoot von Douglas Fairbairn aus dem Jahr 1973 stark ähneln. Allerdings hat Serienschöpfer und Regisseur Cédric Anger weder das Buch noch die gleichnamige Verfilmung von 1976 offiziell als Vorlage genannt, wodurch die Adaptionsrechte nicht geklärt wären. Die Ähnlichkeiten müssen so groß gewesen sein, dass Apple es jetzt auch offiziell als Adaption benennt. So konnte „Traqués“ Anfang März an den Start gehen.

Neben den Vorwürfen fand ich den Plot interessant und war so gespannt auf die Serie. Also habe ich sie wöchentlich geschaut und habe mich gefragt: Warum passiert das überhaupt? Was schnell klar wird, ist, dass dahinter eine Bande aus dem Ort steckt und jetzt Jagd auf Franck und seine Freunde machen. Man muss sagen, dass sie zur Polizei gehen sollten, aber wir erfahren schnell, dass die Polizei mit der Bande arbeitet. Nebenbei gibt es noch einen Handlungsstrang mit Aya (Angelyna Mignot), die erstmal losgelöst von der eigentlichen Story ist. 

Die Serie ist an einigen Stellen sehr vorhersehbar und macht nichts Neues. Vielleicht liegt es daran, dass die Vorlage aus den 70ern ist. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, aber es ist voll in Ordnung. Es liegt aber nicht daran, dass es ein großer Twist ist, sondern dass dir die Verknüpfungen nicht ins Gesicht gedrückt werden. Am Ende kann ich sagen, dass „Traqués“ eine solide Thrillerserie ist, aber für Apple TV etwas zu schwach. 

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