Zwei Personen mit dunklen, lockigen Haaren umarmen sich innig in einem schwach beleuchteten Raum. Beide haben die Augen geschlossen und zeigen einen schmerzverzerrten Gesichtsausdruck. Im Hintergrund ist ein Bücherregal erkennbar.

Alpha, Obsession und mehr – Shorts Juli 2026

Im Juli sind ein paar Filme und Serien gestartet. Zu einer Handvoll dieser habe ich Shorts geschrieben. Im Juli gesehen: „Backrooms“, „Obsession“, „Evil Dead Burn“ und „Alpha“.

Backrooms – Film 

Der geschiedene Clark (Chiwetel Ejiofor), Besitzer eines heruntergekommenen Möbelgeschäfts, in dem er auch wohnt, entdeckt im Keller eine unsichtbare Tür zu einem endlosen, seltsamen Raumlabyrinth. Zunehmend besessen von dessen Geheimnis vertraut er sich seiner Psychotherapeutin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) an. Da sie zweifelt, betritt er die Räume mit einer Videokamera und seinen Angestellten Kat (Lukita Maxwell) und Bobby (Finn Bennett), um Beweise zu sammeln. Weil Clark nicht zurückkehrt, folgt Mary ihm schließlich in die unbekannte Welt hinter der Tür.

Die Kurzfilme von Kane Parsons waren schon gut und A24 hat es richtig gemacht ihn dazu verpflichtet, aus „Backrooms“ einen richtigen Film zu machen. Und ich muss sagen, dass das gut funktioniert hat. Der Film funktioniert nicht nur für die, die in der Lore drin sind, sondern auch für die, die davor nichts davon gehört haben. Der Film ist eines der Horrorhighlights des Jahres. 

Aktuell kann man „Backrooms“ im Kino schauen.

Obsession – Film

Bear (Michael Johnston) ist seit geraumer Zeit heimlich in seine Kollegin Nikki (Inde Navarrette) verliebt. Während sein bester Kumpel Ian (Cooper Tomlinson) von diesen Gefühlen weiß, hat Bear es bisher nicht über sich gebracht, sie ihr zu gestehen. Auf der Suche nach einem Geschenk kauft er in einem mysteriösen Laden die „One Wish Willow“, ein kurioses Spielzeug, das Wünsche erfüllen soll. Frustriert wünscht Bear sich, dass Nikki nichts auf der Welt so sehr liebt wie ihn. Doch bald ist sein Leben nicht mehr dasselbe, denn übermäßige Liebe wird schnell zur gefährlichen Obsession.

Eigentlich halte ich mich bei Hypes etwas zurück, aber die Thematik des Films hat mich sofort angesprochen. Ich kann sagen, der Film wird seinem Hype gerecht. „Obsession“ verbindet den klassischen Horrorfilm mit einer feministischen Message. Ich verstehe nicht, warum der Film so krass abgeht, aber ich bin froh, dass es so ist. Der Horrorfilm an sich hat über die letzten Jahre gezeigt, dass er günstig produziert werden kann und Geld einspielen kann. „Obsession“ sollte jeder gesehen habe, denn er ist verdammt gut.

Aktuell kann man „Obsession“ im Kino schauen.

Evil Dead Burn – Film

Nach dem Begräbnis ihres Mannes reist Alice zum abgelegenen Anwesen ihrer Schwiegereltern, um dort bei einem abschließenden Gedenkessen Abschied zu nehmen. Das Treffen der Familie nimmt jedoch eine grauenhafte Wendung, als sich die Angehörigen Stück für Stück in dämonische Wesen verwandeln. Inmitten dieser Schreckenswelt stellt Alice fest, dass das einst gegebene Eheversprechen sie noch weit über das Lebensende hinaus untrennbar mit ihrem Mann verbindet.

Der härteste „Evil Dead“-Film? Nein, eigentlich nicht. Es ist Fakt, dass die aktuellen Filme der Reihe härter sind, da sie keine Slapstick-Elemente beinhalten. Dieser Film spielt nach „Evil Dead Rise“ und folgt einer Gruppe von unsympathischen Menschen, wo dir eigentlich egal ist, ob sie sterben oder nicht. Er macht auf jeden Fall Spaß, aber er ist auf jeden Fall nicht der härteste Film.

Aktuell kann man „Evil Dead Burn“ im Kino schauen.

Alpha – Film

Die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros) bestreitet ihren Alltag in Le Havre weitgehend allein, da ihre alleinerziehende Mutter (Golshifteh Farahani) als Krankenhausärztin wegen einer neuen Krankheit, die Infizierte zu Marmor werden lässt, überlastet ist. Beim Austesten ihrer Grenzen lässt sich Alpha berauscht ein Tattoo stechen, ohne die Gefahr einer Infektion zu ahnen. Als die Einstichstellen bluten, wird sie in der Schule stigmatisiert und ausgegrenzt, während sie zudem erlebt, wie mit ihrem Onkel Amin (Tahar Rahim) umgegangen wird.

Was ist das bitte für ein Film? Nach „Titane“ macht Julia Ducournau weiter mit metamorphischen Geschichten. Diesmal ein Familiendrama mit Bodyhorrorelementen. Man braucht Zeit, um zu verstehen, wie alles zusammenpasst. Es ist ein Film, den man mehrfach gucken muss, um alles zu verstehen. Ich würde aktuell sagen, dass dieser Film mein Lieblingsfilm von Julia Ducournau ist. 

Aktuell kann man „Alpha“ im Heimkino schauen.

Facebook
Twitter
Reddit
WhatsApp

Könnte dich auch interessieren

Zwei Trainer in Sportkleidung stehen vor roten Tribünensitzen. Der Mann mit Schnurrbart und Visiermütze zeigt nach rechts, während die Frau neben ihm eine Stoppuhr um den Hals trägt und ernst blickt.
Ted Lasso, Juror #2 und mehr – Film- & Serienhighlights (KW 32/26)
Vier Personen sitzen lachend in einem gemütlichen Wohnzimmer um einen runden Couchtisch mit Geschirr.
Weihnachtskomödie „Naughty“ von Olivia Wilde in Arbeit, Teaser zu „The Thomas Crown Affair“ mit Michael B. Jordan und „The Final Girl Support Group“ wird zum Film – News Roundup
Eine Frau im Vordergrund und ein Mann im Hintergrund blicken mit ernsten, nachdenklichen Gesichtsausdrücken in unterschiedliche Richtungen. Die Szene ist in kühles, blaues Licht getaucht, das von der Seite kommt und eine angespannte, mysteriöse Stimmung erzeugt. Im unteren Bereich ist eine dunkle Silhouette einer Landschaft zu erkennen.
Die Ehe wird zur Hölle – Gone Girl (2014)