Das bessere Shining? – Film VS. Serie

Lange ist es her, dass es einen Beitrag des Formates “VS” kam. Nun ist es wieder soweit, diesmal geht es um ein Klassiker. Es geht um Shining (1980) von Stanley Kubrick. Was ich nicht wusste, dass es eine eigene Filminterpretation von Stephen King aus dem Jahr 1997 gibt.

Was ist der Hintergrund?

Stephen King hatte sich mehrere Male sehr unzufrieden über die Kino-Verfilmung durch Kubrick geäußert. Nach Kings Meinung verdrängte Nicholsons Spiel die eigentliche Hauptperson des Romans, das Hotel. Daraufhin hat King ein Drehbuch selbst geschrieben. Daraus wurde ein dreiteiliger Horrorfilm, der eher als Serie deklariert wird.

Worum geht es?

Der ehemalige Lehrer und Schriftsteller Jack Torrance übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem mit einem Mythos behafteten Berghotel in Colorado. Während der Wintermonate soll Jack das alleinstehende Gebäude im Auge behalten. Der Familienvater sieht darin die perfekte Gelegenheit, in Ruhe seinen Roman bzw. Theaterstück zu beenden. Auch seine Frau Wendy freut sich auf die Zeit im abgeschiedenen Hotel. Nur der sechsjährige Sohn Danny hat bei der ganzen Sache so seine Bedenken. Es dauert nicht lange, bis die dunklen Vorahnungen und blutigen Visionen, die dem Jungen schon kurz nach dem Einzug das erste Mal begegnen, zur Realität werden.

Szene aus Stanley Kubrick’s Shining

Was ist der Unterschied?

Ein großer Unterschied ist die Länge, Kubrick’s Werk ist zwischen 119 und 143 Minuten lang. Stephen King’s Shining ist 259 Minuten insgesamt lang. In Stephen King’s Version wird der Fokus auf Danny und seinem Vater gelegt, wo es bei Kubrick’s Film nur auf dem Vater liegt. Stanley Kubrick setzt andere Schwerpunkte z. B. Jack’s Wutanfällen wird weitgehend ausgeblendet, der Verlust seiner vormaligen beruflichen Stellung und sein Alkoholismus nur angedeutet.

Stephen King setzt das Hotel in den Mittelpunkt, wie er es sich gewünscht hätte. Wo es Kubrick nur angedeutet wird, setzt King komplett auf das Übernatürliche. Es bewegen sich Gegenstände, Erscheinung von Geistern und die Besessenheit des Vaters. In der ersten Folge wird sich auf die Familie und ihren Problemen fokussiert.

Szene aus Stephen King’s Shining

Wer hat das bessere “Shining”?

Stanley Kubrick’s Shining ist ein Klassiker, was man auch nicht abstreiten kann. Kubrick hat es aber nicht geschafft, Stephen King’s Roman in einen Film zu adaptieren, was auch der Grund für King’s Version ist. Beide Varianten sind auf ihrer Art gut. Für jeden Stephen King Fan ist seine Version das Richtige. Jeder sollte sich selber sein “Shining” wählen.

Kleine Empfehlung in dem Podcast „Devils & Demons“ wurde über Stanley Kubrick’s Shining gesprochen, aber auch um die Situation um Stephen King’s Shining.

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