Die Qual der Wahl – Das Problem mit Streamingdiensten

Es werden immer mehr Streamingdienste, in Deutschland sind es etwa 15 eigenständige Dienste. Die sechs größten Streamingdienste sind Prime Video, Netflix, Disney+, Joyn, Sky und TVNow (bald RTL Plus). Wenn man alle sechs abonniert hat, bezahlt man 43,20 € im Monat und das Angebot wächst. Aber was ist das Problem? Es ist das viel zu große Angebot und die Tatsache das man gucken muss bei wem seine Lieblingsserie läuft.

Immer ein eigener Streamingdienst

Es fängt schon damit an das jeder Medienkonzern einen eigenen Streamingdienst haben will und nicht mit anderen zusammen. Der Dienst “Joyn” wollte neben Discovery und ProSiebenSat.1 auch Content von der RTL Gruppe zeigen nur RTL wollte ihren eigenen Dienst. So ähnlich ist auch die Sache mit “Hulu”, dem amerikanischen Dienst der Disney, Warner, Fox und Universal gehörte. Durch den Fox-Kauf durch Disney gehört der Mehrheitsanteil jetzt Disney. Warner ist schon aus dem Dienst ausgetreten, nur Universal ist noch drin. Bis 2024 wird Disney “Hulu” dann komplett besitzen.

Warner hat mit “HBO Max” jetzt einen eigenen Streamingdienst. Universal (Comcast) mit “Peacock” auch. Zuletzt startete auch ViacomCBS ihren Dienst “Paramount+”. Jetzt die Frage, warum haben sich nicht Warner, Disney, Universal und ViacomCBS zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Dienst gestartet? Jetzt ist schon mal zusagen, das “Paramount+” und “Peacock” keinen eigenen Dienst in Deutschland haben werden, sondern in “Sky” integriert werden. Wenn die vier einen Streamingdienst zusammen gründen würden, könnte es zu Meinungsverschiedenheiten kommen jeder will seinen Content besser präsentiert haben und wer bekommt Geld, um neue Inhalte zu produzieren? Deswegen wird es dazu nicht kommen, weil sie untereinander Konkurrenten sind und jeder will seinen eigenen Inhalt kontrollieren.

Warner und Discovery

Die beiden Unternehmen schließen sich zusammen und es kann sich noch einiges Ändern auch bezüglich des Streamingdienstes “HBO Max” bis jetzt ist es nicht geplant, in Deutschland an den Start zugehen. Brauchen wir “HBO Max” in Deutschland? Ich sage Nein!, denn Discovery hat Anteile an einem deutschen Streamingdienstes. “Joyn” ist ein Dienst von ProSiebenSat.1 und Discovery. Es wäre gut wenn “Joyn” alle Inhalte von Warner Bros. Discovery (der neue Unternehmensname), so hat der Streamingdienst mehr Content um neue Kunden anzusprechen und 6,99 € ist dann auch nicht viel für den ganzen Inhalt.

Die Qual der Wahl

43,20 € im Monat ist viel, deswegen muss man sich entscheiden welchen Dienst man im Monat abonniert, dazu man immer wissen wo was kommt und wie viel man gucken auf den einzelnen Anbietern. “Prime Video” hat man meistens weil man Amazon Prime sowieso schon hat. Bei allen anderen muss man immer entscheiden braucht man das aktuell? Im Endeffekt belebt die Konkurrenz das Geschäft, nur wird nicht so viel exklusiv fürs Streaming produziert bei den meisten, es werden noch auf ältere Inhalte gesetzt und weniger auf neue. Solange das so ist wird “Netflix” keine Angst haben müssen, nur wird es für den Anbieter schwieriger externe Inhalte anbieten zu können.

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