Mann im dunklen Mantel blickt ernst durch die Tür eines gelben Zugs mit gesplitterten Fensterscheiben.

Hijack: Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt – Staffel 2 – Review

Nach dem Erfolg von „Hijack“ bei Apple TV wurde die Serie um eine zweite Staffel verlängert. Die zweite Staffel von „Hijack“ erzählt die Entführung einer Berliner U-Bahn. Wieder einmal gerät der Verhandlungsexperte Sam Nelson in eine explosive Lage, die jederzeit zu eskalieren droht. Wie die zweite Staffel von „Hijack“ ist, erfahrt ihr hier.

Die U-Bahn-Entführung

Sam Nelson (Idris Elba), der erfahrene Verhandlungsexperte, scheint ein Händchen für unglückliche Transportmittel zu haben. Bereits ein Flug von Dubai nach London entwickelte sich für ihn zu einem Nervenkrieg, als die Maschine, in der er saß, entführt wurde und sich ein dramatisches Geiseldrama entspann. Nun verschlägt es Nelson nach Berlin, wo er in der U-Bahn erneut in eine Entführung gerät.

Eine mit Pendlern besetzte Berliner U-Bahn wird gekapert. Eine unter einem der Waggons platzierte Bombe soll explodieren, falls die Forderungen der Entführer nicht erfüllt werden. Während die Behörden verzweifelt einen Rettungsplan für Hunderte von Menschenleben suchen, befindet sich Sam Nelson wieder mitten im Geschehen. Nun liegt es an ihm, die explosive Situation zu entschärfen, denn nur eine falsche Entscheidung könnte in einer Katastrophe enden.

Frau blickt besorgt über die Schulter vor einer Wand mit leuchtenden, bunten Linien und technischen Diagrammen.
© Apple TV

Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt

Die zweite Staffel von „Hijack“ ist der beste Beweis, dass man eine Miniserie nicht verlängern sollte. Sie wurde nur aufgrund des Erfolgs der ersten Staffel verlängert. Und es war ein Fehler bzw. so, wie sie es gemacht haben. Diesmal ist Sam Nelson der Entführer und das funktioniert nicht. Wir als Zuschauer wissen, dass da mehr dahintersteckt. Wenn man „Hijack“ als Anthologieserie fortgesetzt hätte, wäre es besser gewesen. Aber jetzt haben wir diese. Sonst ist es ja ein interessanter Fall und ein gutes Setting. 

Die Grundlage stimmt auch einfach nicht und spätestens wenn ein Akteur aus der ersten Staffel wieder auftaucht, weiß man, was dahintersteckt. Es ist eigentlich wie in Staffel eins nur mit einer U-Bahn anstatt mit einem Flugzeug. Das Gute daran ist aber auch, dass die Behörden mehr eingreifen können. In der ersten Staffel konnten sie nur das Flugzeug abschießen. Diese Staffel erinnert an „Speed 2“, der Vorgänger war sehr gut und dieser versuchte im Fahrwasser mitzuschwimmen. Auch wenn es hier sehr negativ klingt, ist die zweite Staffel von „Hijack“ immer noch gut, nur schlechter als die erste. Wer aktuell nicht weiß, was man gucken soll, ist mit „Hijack“ gut beraten.

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