Nicolas Cage wird zur düsteren Marvel-Ikone der 1930er in „Spider-Noir“, Jaume Collet-Serra dreht düsteren Erotik-Thriller für Netflix, „Die Kaiserin“-Macher planen Hexen-Epos „Witches“, Tom Tykwer plant gewaltiges DDR-Epos „Das Narrenschiff“, Dane DeHaan wird im Cyber-Thriller „Wardriver“ zum Gejagten, Starttermin für den Abschlussfilm von „Good Omens“, Stephen Amell als Hobie Buchannon im „Baywatch“-Reboot und Trailer zu Richard Linklaters „Nouvelle Vague“. In unserem „News Roundup“ fassen wir dir die spannenden News aus der Film- und Serienwelt zusammen.
Nicolas Cage wird zur düsteren Marvel-Ikone der 1930er in „Spider-Noir“
Nicolas Cage kehrt in der Live-Action-Serie „Spider-Noir“ als gealterter, vom Schicksal gezeichneter Netzschwinger zurück. Nach der Sprechrolle in Spider-Verse übernimmt Cage die Hauptrolle in Sonys erstem Realfilm-Projekt aus dem Spider-Man-Universum für Amazon. Die düstere Serie spielt im New York der Weltwirtschaftskrise. Protagonist ist Ben Reilly, ein abgehalfterter Privatdetektiv (ehemaliger Superheld) im Jahr 1933, der mit inneren Dämonen kämpft und in eine gefährliche Verschwörung in Manhattans korrupter Unterwelt gerät. Dabei trifft er auf Neuinterpretationen von Gegenspielern wie Silvermane (Brendan Gleeson) und Sandman (Jack Huston). Amazon veröffentlicht die achteilige Staffel gleichzeitig in zwei Varianten: in Farbe oder im authentischen Schwarz-Weiß-Stil der 1930er-Jahre.

Jaume Collet-Serra dreht düsteren Erotik-Thriller für Netflix
Regisseur Jaume Collet-Serra, bekannt für den Netflix-Hit Carry-On, wechselt für sein neues Projekt, den psychologischen Erotik-Thriller „An Innocent Girl“, das Genre. Die Story um Macht und Begehren folgt der Harvard-Absolventin Sophie Walker (Chloe East), die in Washington in die gefährliche Affäre mit der US-Vizepräsidentin (Kerry Washington) und deren Ehemann gerät, was zu einem Netz aus Sex, Erpressung und Mord führt. James Marsden und Colman Domingo ergänzen den hochkarätigen Cast.

„Die Kaiserin“-Macher planen Hexen-Epos „Witches“
Netflix kündigte auf der Berlinale 2026 das nächste Großprojekt des Die Kaiserin-Duos Robert und Katharina Eyssen an: die Serie „Witches“ über die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert in Deutschland. Beschrieben als radikal emotionale Geschichte über Ausgrenzung, folgt sie drei Schwestern, deren Zusammenhalt durch Misstrauen und religiösen Wahn bedroht wird. Die europäische Produktion, bei der erneut Scarlett Lacey und das Studio Sommerhaus beteiligt sind, stellt „starke, komplexe Frauenfiguren“ in den Mittelpunkt. Sie befindet sich in Vorproduktion. Zugleich wurde bestätigt, dass die finale dritte Staffel von Die Kaiserin Ende 2026 erscheint.

Tom Tykwer plant gewaltiges DDR-Epos „Das Narrenschiff“
Während Fans auf die finale fünfte Staffel von „Babylon Berlin“ (voraussichtlich Sommer 2026) warten, kündigt X Filme das neue Großprojekt „Das Narrenschiff“ an. Regisseur Tom Tykwer verfilmt Christoph Heins Roman über die DDR. Die Serie begleitet Menschen von der Gründung 1945 bis zum Zusammenbruch 1990 und beleuchtet den Wandel von Idealismus zu ideologischer Verblendung. Zentrale Ereignisse sind der Volksaufstand 1953, der Mauerbau 1961 und die friedliche Revolution. Tykwer und Produzent Uwe Schott gehen bei der Finanzierung neue, risikoreiche Wege, um die Produktion unter dem Arbeitstitel „Absegeln ohne Ufer“ schnell umzusetzen. Der Umfang der fast 50 Jahre Zeitgeschichte umfassenden Saga wird den Produktionsaufwand von „Babylon Berlin“ voraussichtlich übertreffen.

Dane DeHaan wird im Cyber-Thriller „Wardriver“ zum Gejagten
Rebecca Thomas (Stranger Things) inszeniert mit „Wardriver“ einen modernen Hacker-Thriller. Das Drehbuch von Daniel Casey (Fast & Furious 9) nutzt „Wardriving“ (mobile Netzwerk-Einbrüche) als Basis für ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel über die Schattenseite der digitalen Anonymität. Dane DeHaan spielt den spezialisierten Hacker Cole, der ins Visier des Cyber-Kriminellen Oscar (Mamoudou Athie) gerät. Oscar zwingt Cole, Millionen von Sarahs (Sasha Calle) Konto zu stehlen. Das Geld gehört einem skrupellosen Mafia-Anwalt (Jeffrey Donovan). Als der Diebstahl auffliegt, beginnt für Cole und Sarah ein verzweifelter Überlebenskampf gegen das organisierte Verbrechen. DeHaan kehrt damit nach Oppenheimer in eine Hauptrolle zurück, neben Sasha Calle (The Rip), Mamoudou Athie und Jeffrey Donovan.

Starttermin für den Abschlussfilm von „Good Omens“
Trotz Kontroversen um den Schöpfer Neil Gaiman kündigte Prime Video am 13. Februar 2026 das Ende der Serie „Good Omens“ an. Statt einer vollen dritten Staffel wird die Geschichte um Aziraphale und Crowley mit einem 90-minütigen Special abgeschlossen. Der Film, der auf alten Ideen von Gaiman und Terry Pratchett basiert, knüpft unmittelbar an den Cliffhanger der zweiten Staffel an: das Schicksal der Beziehung der beiden nach dem Kuss und Aziraphales Rückkehr in den Himmel, wo er mit dem „Zweiten Kommen“ betraut wurde. Michael Sheen verriet, das Finale werde Fans spalten, aber emotional ansprechend sein. Nach Gaimans Rückzug aus der Produktion wurde das Format gekürzt. Sheen (Aziraphale) und David Tennant (Crowley) kehren zurück.

Stephen Amell als Hobie Buchannon im „Baywatch“-Reboot
Die erfolgreichste Serie kehrt nach dem missglückten Kinofilm von 2017 zum Fernsehen zurück. FOX hat ein Reboot genehmigt. Stephen Amell (Arrow) wurde für die Hauptrolle verpflichtet. Die Serie ist eine Fortsetzung: Amell spielt den erwachsenen Hobie Buchannon, Mitchs Sohn aus dem Original, der nun Captain der Rettungsschwimmer in Südkalifornien ist. Sein Leben ändert sich, als seine unbekannte Tochter Charlie Teil des Teams werden will. Showrunner Matt Nix verspricht, den Geist des Originals (inklusive roter Badeanzüge) mit moderneren Themen und einem dramatischeren Ton zu verbinden.

Trailer zu Richard Linklaters „Nouvelle Vague“
Richard Linklaters Film „Nouvelle Vague“, der nach der Cannes-Premiere 2025 mit stehenden Ovationen gefeiert wurde, startet am 12. März 2026 in Deutschland. Das Schwarz-Weiß-Meta-Drama ist keine einfache Biografie, sondern inszeniert atmosphärisch die Entstehung von Jean-Luc Godards „Außer Atem“ (1960). Der Plot folgt Godard, der 1959 in Paris ohne festes Drehbuch und mit minimalem Budget seine Vision des neuen Kinos gegen eine skeptische US-Schauspielerin durchsetzen muss, während François Truffaut bereits erfolgreich ist. Linklater nutzt das klassische 1,37:1-Format, Jump-Cuts und Jazz-Musik, um das Lebensgefühl der 60er Jahre einzufangen. Der in Paris gedrehte, überwiegend französischsprachige Film ist für den Regisseur der Before-Trilogie und Boyhood die Erfüllung eines Traums, die Energie der französischen Nouvelle Vague modern zugänglich zu machen.