Raumschiffe, Zukunft und Zeitreisen – Was ist Science-Fiction?

Was ist dein Lieblingsfilm? Mit großer Wahrscheinlichkeit greift der Film Elemente von Science-Fiction auf oder ist ein kompletter Science-Fiction-Film. Raumschiffe, Zukunft und Zeitreisen das sind Themen, die in Science-Fiction vorkommen. Ich erzähle euch in “Was ist?” die Geschichte von diesem Genre und wo die Genregrenzen auch verschwimmen können.

Was ist Science-Fiction?

Science-Fiction ist ein Genre aus der Literatur, sowie Film, Hörspiel, Videospiel und der Kunst. Es setzt sich aus den englischen Wörtern Science (dt.: Naturwissenschaft) und Fiction (dt.: Fiktion). Das Genre charakterisiert sich durch wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtthemen, ferne Zukunft, fremde Zivilisationen und meist zukünftige Entwicklungen.

Entwicklung der Science-Fiction

Der Begriff „Science-Fiction“ wurde erstmals 1851 von dem britischen Dichter und William Wilson (ca. 1826–1886) in seines Buches “A little earnest book upon a great old subject” als „Science-Fiction“ in Kapitel 10 als Überschrift eingeführt. Auch andere Schriftsteller wie Felix J. Palma benutzen den Begriff. 1929 etablierte sich der Begriff als Genrebezeichnung. In der Naturwissenschaft wird das Heil des Menschen gesehen. Gleichzeitig entwickelte sich auch im 19. Jahrhundert die Wissenschafts- und Technikangst. Dadurch entstehen Dystopien wie von Aldous Huxley und George Orwell und prägte das Genre. Eine Dystopie erzählt meist von der Zukunft mit erschreckenden oder nicht wünschenswerte Gesellschaftsordnung. Science-Fiction wird nicht über den Handlungsort definiert, also ist es nicht gleich Science-Fiction, wenn es im Weltraum oder Zukunft spielt. Häufig bedient man sich klassischer Fantasy-Elemente und interpretieren diese.

Science-Fiction grenzt sich meist von Fantasy ab. Fantasy hat keinen Bezug zu einer wissenschaftlichen Überlegung, sondern zu übernatürlichen Fantasien. Trotzdem können beide Genres gemischt vorkommen. In Science-Fiction-Werken werden verschiedene Themen als Grundlage genommen. Themen sind: Zeitreisen, Künstliche Intelligenz, Roboter und Humanoide, Raumfahrt, Außerirdische, Atomkrieg, Naturkatastrophen und Weltuntergang, Gedankenlesen, Medizin, Gentechnik und Biotechnik oder Unsterblichkeit. Das Genre verschließt sich nicht gegenüber anderen Genres, große Überschneidung hat es aber mit Horror und Fantasy. Aber auch mit Utopien und Dystopien. Horrorfilme wie Alien ist ein bekannter Vertreter. Horror beschreibt weniger den Inhalt einer Erzählung als vielmehr den Stil.

Science-Fiction unterteilt sich in “Hard Science-Fiction” und “Soft Science-Fiction”. Wo sich “Hard Science-Fiction” sich an wissenschaftlicher Genauigkeit oder Details hält. Im Mittelpunkt stehen die Naturwissenschaften (z. B. Astronomie, Physik) sowie technische Fortschritte. So wird sich mehr auf die technik- und faktendominierte Erzählweise fokussiert. Als Vertreter gelten Autoren wie Greg Bear, Michael F. Flynn, Liu Cixin, Greg Egan, Isaac Asimov und Arthur C. Clarke. “Soft Science-Fiction” hingegen fokussiert sich mehr mit philosophischen, psychologischen, politischen oder gesellschaftlichen Themen.

Bekannte Vertreter der Science-Fiction

Die Parodie Wahre Geschichten von Lukian von Samosata aus dem 2. Jahrhundert wird von einigen Autoren als erstes Werk des Genres angesehen. In diesem Werk kommen charakteristische Merkmale wie Mond- und Planetenreisen, extraterrestrische Bewohner und künstliches Leben vor. Im 19. Jahrhundert begann in Europa die Zeit der eigentlichen Science-Fiction. Bekannteste Vertreter sind Jules Verne mit seinen wissenschaftlich-romantischen Abenteuern und H. G. Wells mit technisch-gesellschaftskritischen Werken. Jules Verne wurde mit Romanen wie Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1864), 20.000 Meilen unter dem Meer (1869–1870) sowie Reise um die Erde in 80 Tagen (1873) bekannt. H. G. Wells erlangte Bekanntheit durch die Romane Der Krieg der Welten (1898) und Die Zeitmaschine (1895). Als Begründerin des Genres gilt aber die Engländerin Mary Shelley und ihrem Roman Frankenstein (1818). Jeder dieser Werke ist bis heute weltbekannt.

Erst Dune (1965) von Frank Herbert war der Beginn eines mehrbändigen Zyklus in der Science-Fiction. Mit seiner Betonung von Regierungsformen, Menschen und weniger der Technik wird Frank Herberts Werke als Soft-Science-Fiction betrachtet. Die bisher langlebigste Science-Fiction-Fernseh-Serie Doctor Who startete 1963 in Großbritannien und wurde dort eine der beliebtesten Fernsehserien überhaupt. Sie lief von 1963 bis 1989 und wurde 2005 fortgesetzt und läuft bis heute. Eine Weiterentwicklung im Film brachte 1968 die Science-Fiction einem weiten Publikum näher: 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick und Planet der Affen von Franklin J. Schaffner. Heute ist Science-Fiction ein stark verbreitetes Genre in der Literatur-, Film- und Serienwelt. Die Artikel ist nur ein grober Überblick, da das Thema eine große und spannende Entstehungsgeschichte hat.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction

https://de.wikipedia.org/wiki/Dystopie

https://de.wikipedia.org/wiki/Jules_Verne

https://de.wikipedia.org/wiki/H._G._Wells

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