Nahaufnahme von zwei Personen im Profil vor schwarzem Grund, die sich mit angespanntem, emotionalem Ausdruck ansehen.

Together, The Brutalist & mehr – Top 10 Filme 2025

Das Jahr 2025 war vollgepackt mit Filmen. Über neue bis fortgesetzte, von guten bis zu schlechten Filmen war alles dabei. Meine Top 10 an guten Filmen möchte ich euch präsentieren.

Wake Up Dead Man

Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) wird zum mysteriösen Mord an Monsignore Jefferson Wicks (Josh Brolin) gerufen. Hauptverdächtiger ist der strafversetzte Priester Jud Deplenticy (Josh O’Connor), der Wicks kurz zuvor die Beichte abnahm. Während die Anhänger schnell einen Schuldigen sehen, sucht Blanc nach knallharten Beweisen und untersucht die enge Kirchengemeinschaft, um die Wahrheit aufzudecken. Die Schlinge zieht sich um die Kirchenmitglieder zu.

Der dritte Teil der „Knives Out“-Reihe, „Wake Up Dead Man“, zeichnet sich durch einen ernsteren Ton aus und wird vom Rezensenten als potenziell bester Film der Reihe eingeschätzt. Mit einer beeindruckenden Starbesetzung, darunter Daniel Craig, Josh Brolin, Glenn Close, Mila Kunis und Jeremy Renner, folgt die Handlung Privatdetektiv Benoit Blanc bei der Aufklärung des mysteriösen Mordes an Monsignore Jefferson Wicks in einem verschlossenen Raum. Obwohl der Priester Jud Deplenticy schnell als Hauptverdächtiger gilt, übernimmt Blanc den Fall. Die Story ist wie erwartet komplex; der Rezensent erkannte zwar früh die Identität des Täters, das Motiv überraschte jedoch. Ein Kritikpunkt ist die Länge des Films – er wirkt um etwa 20 Minuten überzogen, wobei speziell der Plan nach Wicks‘ Tod gekürzt werden könnte. Die Darsteller Josh O’Connor und Daniel Craig tragen den Film, auch wenn der Rezensent die Präsenz von Craig nicht zwingend für notwendig hielt. Ungeachtet dessen besteht große Vorfreude auf einen vierten Teil.

Aktuell könnt ihr den Film bei Netflix schauen.

The Brutalist

Nachdem der jüdische Architekt Lászlo Tóth den Holocaust überlebt hat, emigriert er in die USA, wo er zunächst in einem Möbelgeschäft arbeitet. Er erhält jedoch die Gelegenheit, die Bibliothek des Millionärs Harrison Lee Van Buren neu zu gestalten. Das Projekt scheitert, Lászlo landet auf der Straße und wird morphiumsüchtig. Durch diese Umstände trifft er Van Buren erneut und bekommt eine zweite Chance.

„The Brutalist“ konzentriert sich auf die Geschichte eines Architekten – eine bewusste Reduktion, die dem Film gut tut. Die Darstellung der Ereignisse ist realistisch: Aufträge kommen nur schleppend oder gar nicht zum Abschluss. Parallel dazu entfaltet sich die sehr dramatische Familiengeschichte von Lászlo. Seine familiären Herausforderungen wären unabhängig von seinem Beruf dieselben geblieben. Insgesamt ist „The Brutalist“ ein sehr gelungener Film.

Aktuell könnt ihr den Film bei WOW schauen.

The Ugly Stepsister

Elviras Leben (Lea Myren) war bisher nicht gerade von Glück gesegnet. Im Königreich herrscht ein wahrer Schönheitswettbewerb, und sie steht stets im Schatten ihrer atemberaubend schönen Stiefschwester Agnes (Thea Sofie Loch Næss). Diese Konkurrenz wird besonders deutlich, als beide Prinz Julian (Isac Calmroth) ins Auge fassen. Doch Elvira ist entschlossen, sich diesmal nicht geschlagen zu geben. Sie will den Prinzen erobern und scheint bereit, dafür fast jedes Mittel einzusetzen.

Emilie Blichfeldts bemerkenswertes Regiedebüt „The Ugly Stepsister“ erzählt die Aschenputtel-Geschichte neu – aus der Perspektive der Stiefschwester Elvira. Der Film setzt kurz nach dem Tod des Vaters ein und schildert Elviras Leidensweg. Anders als im klassischen Märchen wird Aschenputtel kaum gedemütigt. Stattdessen ist Elvira diejenige, die bis zum Ende leidet und dabei extreme Opfer bringt, wie das Schlucken eines Bandwurms zur Gewichtsabnahme. Der Film wird als großartiger Body-Horror gefeiert und ist ein Muss für Fans des Genres. Ein Kritikpunkt ist die Rolle der zweiten Stiefschwester Alma (Flo Fagerli). Ihre Passivität wird als überflüssig empfunden, da sie die spannende Rivalität, die das Märchen auszeichnet, vermissen lässt.

Aktuell könnt ihr den Film nur kaufen oder leihen.

Together

Millie (Alison Brie), eine Grundschullehrerin, und Tim (Dave Franco), ein Indie-Rockmusiker, sind seit zehn Jahren ein Paar, fürchten aber, dass ihre Beziehung stagniert. Um dem entgegenzuwirken, ziehen sie aus der Stadt in ein Landhaus, wo Millie eine neue Stelle antritt und Tim sich seiner Musik widmen kann. Ihre Ankunft wird durch den Fund eines Rattenkönigs getrübt, und Tim steckt in einer Krise, da er seine Träume für Millie opfert. Eines Nachts flüchten sie vor einem Unwetter in eine Waldhöhle. Dort trinken sie aus einer mysteriösen Quelle, und am nächsten Morgen sind ihre Beine fest aneinandergeklebt.

Der Film „Together“ wurde nach Bekanntwerden der Handlung, Bilder und Trailer mit großer Spannung erwartet. Das Marketing macht von Anfang an keinen Hehl aus dem zentralen Element: der körperlichen Verschmelzung der Protagonisten Millie und Tim. Besonders interessant ist der Umgang damit, da sich das Paar inmitten einer tiefen Beziehungskrise befindet. Auslöser dafür sind der Umzug und Millies neuer Job, wodurch Tims Musikkarriere ins Stocken geraten ist. Im Kern ist „Together“ ein intensives Beziehungsdrama, verpackt im Gewand eines Body-Horror-Films. Die kleine Hintergrundgeschichte ist zwar vorhanden, hätte aber auch weggelassen werden können. Trotz des ernsten Themas bietet der Film auch humorvolle Momente. Die zentrale Frage, die den Film durchzieht, ist die nach der echten Liebe des Paares. Wer sich vom gewagten Marketing nicht abschrecken lässt, erlebt mit „Together“ ein echtes Jahreshighlight.

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Weapons

In Maybrook, einer Kleinstadt, verschwinden um 2:17 Uhr spurlos 17 Grundschulkinder. Ein Ereignis, das das Leben der Bewohner in einer einzigen Nacht aus den Fugen geraten lässt. Die Lehrerin Justine Gandy (Julia Garner) gerät schnell ins Zentrum des Verdachts und der öffentlichen Wut. Insbesondere Archer Graff (Josh Brolin), Vater eines der verschwundenen Kinder, nimmt sie ins Visier, während er verzweifelt nach Hinweisen auf seinen Sohn sucht. Die Ermittlungen decken auf, dass die Kinder anscheinend freiwillig ihre Häuser verlassen haben, was das Mysterium noch undurchdringlicher macht.

„Weapons“ ist neben „Together“ mein persönliches Film-Highlight des Jahres. Der Film hat mich schon seit dem ersten Trailer fasziniert. Bereits der Vorgängerfilm von Zach Cregger, „Barbarian“, hat mir sehr gut gefallen. Wie schon sein Vorgänger ist auch „Weapons“ in Kapitel unterteilt, was die spannende Atmosphäre jedoch in keiner Weise beeinträchtigt. Obwohl die Auflösung überraschend simpel ist, überzeugt sie und lässt Raum für eigene Interpretationen.

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Bring Her Back

Nach dem Tod ihres Vaters erleben Andy (Billy Barratt) und seine Schwester Piper (Sora Wong) eine Zeit der Unsicherheit. Sie werden bei Laura (Sally Hawkins) in ihrem Landhaus untergebracht, um zur Ruhe zu kommen. Dort lebt bereits Ollie (Jonah Wren Phillips), der die Neuankömmlinge schweigend und aus der Distanz beobachtet. Es wird schnell deutlich, dass auch Laura mit dem Verlust ihrer Tochter, die vor einem Jahr starb, zu kämpfen hat. Was die Kinder noch nicht wissen: Laura plant ein düsteres Ritual, um ihre Tochter aus dem Reich der Toten zurückzuholen, wofür sie jedes Mittel einzusetzen scheint.

Das Jahr 2025 kann man zweifellos als ein starkes Jahr für Horrorfilme bezeichnen, wozu „Bring Her Back“ als gelungener Beitrag gehört. Der Film thematisiert im Kern den Umgang mit dem Verlust von Familienmitgliedern. Schon der Titel macht die zentrale Intention des Films deutlich: Es geht darum, jemanden zurückzuholen. Ein Kritikpunkt ist die Darstellung der Beziehung zwischen Andy und Piper. Ihre enge Verbindung wird dem Zuschauer nicht ausreichend vermittelt; man wird stattdessen unvermittelt in die Handlung eingeführt. Trotz dieses Mangels halte ich den Film für sehr gut. Er bietet zwar kein typisches Happy End, aber dafür ein zufriedenstellendes Ende.

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One Battle After Another

Der ehemalige Revolutionär Bob (Leonardo DiCaprio) lebt paranoid und abgewrackt mit seiner jugendlichen Tochter Willa (Chase Infiniti) isoliert. Als sein Erzfeind Col. Steven J. Lockjaw (Sean Penn) nach 16 Jahren wieder auftaucht, verschwindet Willa spurlos. Bob mobilisiert daraufhin die früheren Fähigkeiten seiner radikalen Gruppe, der French 75, um seine Tochter zu finden, muss sich aber den Konsequenzen seiner Vergangenheit stellen.

Obwohl „One Battle After Another“ an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb, gehört er zu den besten Filmen dieses Jahres. Die überzeugende Handlung und die herausragenden schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Leonardo DiCaprio und Sean Penn, machen ihn zu einem sehenswerten Werk. Die Thematik des Films greift die aktuelle politische Lage der USA auf, was ihn möglicherweise nicht für jeden Zuschauer geeignet macht. Trotz der fast dreistündigen Laufzeit vergeht die Zeit wie im Flug, was die Qualität dieses guten Films unterstreicht.

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The Accountant 2

Christian Wolff (Ben Affleck), ein brillantes Rechengenie, muss handeln, als sein ehemaliger Verbündeter mit der Nachricht „Findet den Accountant“ ermordet wird. Mit seinem Bruder Braxton (Jon Bernthal) und Marybeth Medina (Cynthia Addai-Robinson) vom US-Finanzministerium deckt er eine gefährliche Verschwörung auf, während ein skrupelloses Netzwerk von Killern versucht, sie aufzuhalten.

„The Accountant“ zählt zu meinen Favoriten, da der Film es schafft, einen an sich trockenen Beruf spannend zu inszenieren. „The Accountant 2“ punktet vor allem mit der Action der lange getrennten Brüder. Besonders hervorzuheben ist Braxtons Wunsch nach einer engeren Beziehung zu seinem Bruder sowie die erweiterte Rolle für Justine (Allison Robertson). Die Figur der Marybeth Medina empfinde ich als überflüssig, da sie lediglich zur Einführung des Accountants dient. Insgesamt kommt „The Accountant 2“ dem ersten Teil sehr nahe; ich hoffe, dass das Niveau im dritten Teil gehalten wird. Auch eine Serie wäre für mich eine Option gewesen. Wer den ersten Teil mochte, wird mit der Fortsetzung nichts falsch machen.

Aktuell könnt ihr den Film bei Prime Video schauen.

Blood & Sinners

1932 kehren die Zwillingsbrüder Elijah und Elias Smoke (Michael B. Jordan), Ex-Unterweltler aus Chicago und Weltkriegssoldaten, nach Clarksdale, Mississippi, zurück, um eine Bar zu eröffnen. Statt Ruhe erwarten sie jedoch der Ku-Klux-Klan und Vampire. Während die Lage für alle ohne spitze Zähne brenzlig wird und Mary (Hailee Steinfeld) und Remmick (Jack O’Connell) undurchsichtig agieren, nehmen die Smoke-Brüder den Kampf gegen die Untoten auf.

Dieser Film ist ein echter Coup: eine neue, originelle IP von einem Major Studio. Obwohl ich normalerweise kein großer Vampir-Fan bin, hat mich „Blood & Sinners“ total überzeugt, denn er macht etwas anders. Besonders das Setting fesselt: Die Handlung spielt in der Ära des Ku-Klux-Klans, der Hauptcast besteht aus schwarzen Darstellern – an sich schon eine explosive Thematik, die dann durch die Hinzunahme von Vampiren noch zugespitzter wird. Ich bin definitiv bereit für eine Fortsetzung.

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Final Destination: Bloodlines

Die College-Studentin Stefanie (Kaitlyn Santa Juana) leidet unter wiederkehrenden Albträumen vom Tod ihrer Familie und sich selbst. Die Visionen aus einem vergangenen Jahrzehnt entpuppen sich als 50 Jahre alte Vorausschau ihrer Großmutter, die damals viele Menschen vor dem Tod rettete. Da die Gefahr aber noch nicht gebannt ist, kehrt Stefanie in ihre Heimat zurück, um die Person zu finden, die den Kreislauf durchbrechen und ihre Familie retten kann.

Der Film „Final Destination: Bloodlines“ belebt die Reihe neu und wird von vielen als der beste Teil betrachtet. Er liefert zudem eine Erklärung dafür, woher William Bludworth sein Wissen bezieht. Die emotionale Tiefe des Films wird durch die Tatsache verstärkt, dass es Tony Todds letzte Rolle ist. Es ist ein fesselndes und unterhaltsames Erlebnis, den Charakteren beim Ausscheiden aus dem Leben zuzusehen.

Aktuell könnt ihr den Film bei WOW schauen.

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